Nationalratssaal
22.09.2023

Wer sind die umweltfreundlichsten Politiker:innen im Schaffhauserland?

Das Rating der Umweltallianz zeigt, wie die nationalen Parlamentarier:innen in den letzten vier Jahren abgestimmt haben. Genau hinschauen lohnt sich! Denn die Unterschiede zwischen und innerhalb der Parteien sind gross, auch im Kanton Schaffhausen.

Taten zählen, nicht Worte: Kurz vor den Wahlen geben sich fast alle Parteien umweltfreundlich. Die Umweltallianz - zu der WWF Schweiz, Pro Natura, Greenpeace, VCS, Schweizerische Energiestiftung und BirdLife gehören - hat den Parteien auf den Zahn gefühlt: Sie hat die wichtigsten 64 Umweltabstimmungen im Nationalrat und 51 im Ständerat der letzten vier Jahre ausgewertet.

Link zur Website: https://ecorating.ch/de 

Bei den beiden Schaffhauser Nationalrät:innen könnte die Spannweite bezüglich Umweltfreundlichkeit grösser kaum sein. Martina Munz (SP) stimmte ausnahmslos, also zu 100% für die Umwelt, während Thomas Hurter (SVP) sich fast nie für Umweltanliegen aussprach (0.9%). Auch bei den neuen Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat klaffen die Wahlversprechen weit auseinander, von 19% Umweltfreundlichkeit bei Deborah Isliker, SVP, bis zu 100% bei Daniel Raschle von den Grünen.

Auch im Ständerat ist die Spannweite gross. Der parteilose Thomas Minder votierte in 56,9 % der Fälle umweltfreundlich, während Hannes Germann nur auf 17,6 % kommt. Es kandidieren des weiteren Simon Stocker (SP) und Nina Schärrer (FDP). Beide haben ein Wahlversprechen abgegeben: Simon Stocker möchte sich zu 82,1 % für die Umwelt einsetzen, Nina Schärrer zu 54,8 %. Auch die junge Grüne Lisa Brühlmann will mit einem Umweltversprechen von 94% ins Stöckli.

Die Umwelt braucht Ihre Stimme! Die zukünftigen Parlamentarier:innen bestimmen über viele Bereiche in unserem Leben. Genau hinschauen lohnt sich! Wir haben die Chance, mit der Wahl eines umweltfreundlicheren Parlaments die dringend notwendigen Fortschritte für die Umwelt anzupacken. Das Umweltrating zeigt, wie umweltfreundlich die bisherigen Parlamentarier:innen sowie die neu Kandidierenden sind.